Voller Erfolg bei Wetzlarer Woche

Mit großer Mannschaft waren die Reinheimer Segelflieger zum Wettbewerb "Wetzlarer Woche" angereist - und zeigten sich in jeder der drei Wertungsklasse in Spitzenleistungen. Bei dem im Grand Prix-Format ausgetragenen Wettbewerb erzielte Jörg Dingeldein in der Clubklasse den ersten Platz, gefolgt vom Team Martin Wallmer/René Kernbach auf Platz zwei. Hans-Jürgen Schmidt erreichte in der Standardklasse den zweiten Platz, Lars Krause flog sich hier mit Rang sechs ebenfalls in die Top 10. Michael Paul wiederholte seine Leistung vom letzten Jahr und sicherte sich den Sieg in der Klasse "Doppelsitzer/18-Meter". Unterschiedlichste Wetterverhältnissen verlangte den Piloten alle Qualitäten ab und ermöglichte bei der maximal mögliche Zahl von sieben Wertungstagen spannende Flugrennen über Nordhessen.

V.l.n.r. Hans-Jürgen Schmidt, Martin Wallmer, Jörg Dingeldein, Michael Paul, René Kernbach, Lars Krause

Hauptversammlung 2022: gute Botschaften

Ein positive Entwicklung und ruhige Fahrwasser sind die Kernbotschaften der diesjährigen Hauptversammlung des Verein.

Neben einer entgegen dem bundesweiten Trend steigenden Mitgliederzahl zeigt sich der Verein auch finanziell gesund. Vorsitzender Mark Kleinschmidt und Stellvertreter Maximilian Schober wiesen in ihrem Bericht auf eine Vielzahl erfolgreicher Projekte und Erneuerungen im letzten Jahr hin. Neben der Erneuerung des Flugzeugparks konnten an der Gebäude- und Flugflächeninfrastruktur zahlreiche Verbesserungen durchgeführt werden. Kontinuität herrschte bei der Wahl der Referenten: alle Referenten wurden für weitere zwei Jahre gewählt. Moritz Görmann übernimmt die unbesetzte Rolle des Referenten für Gebäude-Infrastruktur.
Besondere Aufmerksamkeit wurde zwei Mitgliedern zuteil: Erhard Ackermann wurde für stolze 50 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt. Rainer Meng hingegen darf sich nun Ehrenmitglied der FSVO Reinheim nennen. Aufgrund seiner vielfältigen und langjährigen Verdienste um den Segelflug im Verein, in Hessen und in Deutschland folgte die Versammlung einstimmig dem Antrag.

Vorsitzender Mark Kleinschmidt (rechts) gratuliert Rainer Meng zur Ehrenmitgliedschaft

Sicher und modern unterwegs mit dem neuen Flugzeug

Nicht nur im Segelflugzeugpark gibt es Neuigkeiten, auch die Motorflieger freuen sich über ein neues Flugzeug. So steht dem Verein nun eine fabrikneue Dynamic WT9 zur Verfügung. Mit dem leisen und spritsparenden 100PS Einspritz-Motor und einem modernen Glascockpit bietet es alle Möglichkeiten: Ausbildung zum Ultraleicht-Piloten und ausgedehnte Reiseflüge, etwa an die Nordseeküste. Bei der Wahl haben wir wieder auf die bewährte Konstruktion der Dynamic WT 9 aus der Slowakei zurückgegriffen. Der Hersteller Aerospool hat insbesondere die Langsam-Flugeigenschaften nochmal wesentlich verbessert. Auch dies trägt erheblich zur der Sicherheit bei Start und Landung bei. Das Leergewicht der WT 9 liegt bei ca. 340kg, was vor allem durch den Einsatz von modernen Faserverbundwerkstoffen in GFK-/CFK-Sandwichbauweise erreicht wird. Gleichzeitig konnte das Abfluggewicht auf 600kg erhöht werden, so dass zwei Piloten ausreichend Zuladung an Bord nehmen können. Durch die hohe Festigkeit und den effizienten Motor liegt die Höchstgeschwindigkeit der WT 9 bei 275km/h, die Reisegeschwindigkeit zwischen 180 und 230km/h.

Das erste mal alleine in der Luft

Talyan (links) hat am Wochenende seine ersten Solo-Flüge im Segelflugzeug mit Bravour absolviert. Im letzten Jahr bei uns mit der Ausbildung angefangen, hat sich sein Talent früh gezeigt. Nach diesem besonderen Erlebnis, auf das ihn unsere Fluglehrer vorbereitet haben, wird Taylan die Ausbildung von nun an im Einsitzer fortsetzen - und der ganz großen Freiheit wieder ein Schritt näher sein. Fluglehrer Rolf und der Verein gratulieren ganz herzlich!

Verstärkung im Ausbilder-Team

Johannes hat die Prüfung zum Fluglehrer erfolgreich absolviert und verstärkt nun unser Team der ehrenamtlichen Ausbilder für Segelflug. Zwei Wochen lang wurde beim Lehrgang im sachsen-anhaltinischen Laucha das praktische, theoretische und pädagogische Handwerkszeug und alle Kniffe vertieft und dabei intensiv die neue Perspektive aus dem hinteren Sitz des Schulungsflugzeugs trainiert. Johannes hat sich durch viele Jahre aktiven Segelflug einen großen Erfahrungsschatz als Segelflieger aufgebaut, den er nun mit seiner ruhigen und analytischen Art an neue Flieger-Generationen weitergeben kann. Nach seinem ersten Tag im Dienst am Reinheimer Flugplatz: "Es ist herausfordernd, sich bei jedem Flug auf die individuellen Ausbildungsstand der Schüler optimal einzustellen, aber toll, dass man jedem direkt etwas beibringen kann."