Für Reinheimer Segelflieger ist 13 keine Unglückszahl

Denn neben großen Flugstrecken brachte uns die 13. Runde der Segelflug-Qualifikationsliga mit Rang 5 eine hervorragende Platzierung. In der Gesamtwertung verbesserten wir uns damit um einen Platz und logieren nun auf Platz 6, punktgleich mit den Verfolgern aus Ludwigshafen.
Der schnellste und weiteste Reinheimer Flug der Runde gelang Volker Polhaus. Er legte seine Flugstrecke nach Bayern, wendete in Regensburg, um über die Schwäbische Alb und den Schwarzwald nach über 680 ohne Motorkraft zurückgelegten Kilometern und knapp 9 Stunden Flugzeit wieder in Reinheim einzuschweben. Für die Bundesliga, bei der die schnellsten zweieinhalb Stunden des Fluges gewertet werden, steuerte Polhaus eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 100 Stundenkilometern bei.
Ebenfalls für den Verein punkten konnten Bernhard Nacke und Hans-Jürgen Schmidt. Besonders Schmidt machte es lange spannend, ob er es bei abends nachlassenden Aufwinden wieder zurück zum Reinheimer Segelflugplatz schaffen würde.
Ein besonderer Flug gelang Rainer Meng. Mit dem mit Abstand leistungsschwächsten Flugzeug vom Typ Ka8 aus den 1960er Jahren erzielte Meng über 150 Kilometer Flugstrecke.
Mit Rundenplatz fünf haben wir unsere Ambitionen auf den Aufstieg in die zweite Segelflug-Bundesliga gefestigt, doch die Spannung für die verbleibenden Runden steigt.

Rainer Meng in der Ka8 wartet auf den Start mit dem ihm seit vielen Jahren vertrauten Flugzeug.

Zur Sicherheit kopfüber

Oben, unten, links und rechts waren bei unseren Piloten dieses Wochenende zeitweise durcheinander. Beim Trudeltraining ging es darum, gefährliche Flugzustände gezielt zu üben. Dazu stand uns der Kunstflugdoppelsitzer "Fox" der Kunstfluggemeinschaft-Hessen und ihre Trainer zur Verfügung. Wir konnten so unter Anleitung und in sicherer Höhe erleben, wie sich das Flugzeug verhält, wenn es zu langsam geflogen wird und zur Seite abkippt - so halten wir unseren Trainingsstand hoch, damit wir auch in Zukunft sicher fliegen.

Unbelohnter Ausflug

Heiß, gewittrig und schwül. Kein Grund für die Piloten der FSVOR, die Flugzeuge im Hangar zu lassen. Wie schon so oft in dieser Saison lag das aufwindreiche Wetter im Norden der Republik. Um dennoch Zählbares für die dritte Segelflugbundesliga zu erreichen, erklärten sich Jörg Gutwald (LS8) und Rainer Meng (LS4) bereit, mit Jürgen (ASW20) nach Ziegenhain ins vermeintlich bessere Wetter nordhessens zu fahren. Die bereits in der ersten Runde angewandte Taktik führte leider nicht zum gewünschten Erfolg. Ziegenhain war nicht weit genug nördlich. Es entwickelte sich ein Flüchten weg von den Schauern. Rainer konnte einem Schauer nicht mehr ausweichen und fand sich unvermittelt neben der Wasserkuppe wieder, hat es anschließend aber wieder bis nach Ziegenhain geschafft. Jürgen und Jörg flogen bis nach Suhl. Auf dem Rückweg strandeten die beiden Piloten im 20 Kilometer entfernten Lauterbach, der Schlepp-Falke von Ziegenhain hat sie von dort zurückgeholt.
Platz 49 und magere zwei Pünktchen waren die Ausbeute dieser Runde. Der beste hessische Verein der Liga zu sein und Aufstiegsplatz sieben der Tabelle waren da nur ein schwacher Trost. Nach oben zu den niedersächsischen und ostdeutschen Vereinen hat sich der Abstand vergrößert, und nach unten gibt es immer weniger Luft.


Sinsheimer Vergleichsfliegen

Pfingsten - Dieses Wort steht für einige von uns synonym für Sinsheim. Denn in Sinsheim findet in der Pfingstwoche alljährlich das Sinsheimer Vergleichsfliegen statt, ein Streckenflugwettbewerb in familiärer Atmosphäre. Aus Reinheim gingen in diesem Jahr Kurt Kröll, Katja und Jogi Dingeldein, Martin Wallmer und Niki Geb an den Start. Durchwachsenes Wetter ergab spannende Flüge. Dabei schlugen sich unsere Piloten wacker: Team TU (Niki, Kurt) erflog den 4. Platz, Team MR/YR (Martin, Jogi) landeten knapp dahinter auf Platz 5 und Team YR/BX (Katja, Gerd Häussler) erzielten den 12. Platz.
Einen ausführlichen Bericht von Niki gibt es in der Rubrik "Flugberichte".

3. Segelflug-Bundesliga: wir sind weiter vorne dabei.

Nach sechsten Runde der dritten Segelflug-Bundesliga sind wir weiterhin in der Tabelle vorne platziert. Mit Platz 36 in dieser Runde erzielten wir wichtige 15 Punkte. Unter den mehr 400 bundesweit teilnehmenden Vereinen belegen unsere Segelflieger den sechsten Tabellenplatz und sind damit weiterhin im Bereich der Aufstiegsränge.

Hans-Jürgen Schmidt entschied sich, die guten Aufwinde im Süden zu nutzen und wendete schließlich im Südschwarzwald. Dabei erzielte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 81 Stundenkilometern. Jan Krause und Jörg Gutwald gelang eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 70 Stundenkilometer. Den dritten Wertungsflug steuerte Niki Geb im Rahmen des Sinsheimer Vergleichsfliegens bei.